Gesundheitliche Bedeutung der Freiräume

 

Unter Beteiligung der kommunalen Entscheidungsträger, der Kindergärten, Schulen und Vereine kann die außerhäusliche räumliche Umgebung für Kinder und Jugendliche zur Förderung ihrer Spiel-, Gestaltungs- und Bewegungsaktivitäten erschlossen werden. Positive Impulse auf fast allen Gebieten der gesundheitlichen Entwicklung sind die  Folge: Geschicklichkeit, körperliche Kräftigung, allgemeines Wohlbefinden, soziale Kompetenz und Fähigkeit zur Aufmerksamkeit und Konzentration. Die Grundlage für Lebensfreude, Zuversicht, und Gesundheit wird in der Kindheit gelegt. Durch Spiel, Freude und ein interessantes Lebensumfeld erfahren Kinder in Familie und mit Gleichaltrigen, was ihnen gut tut und zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse, Wünsche und Neugier wichtig ist.

Die Förderung des Bewegungsverhaltens führt also dazu, dass Kinder - ihrer Neigung entsprechend - körperlich aktiver werden und sich dadurch physisch, sozial und auch mental optimal weiterentwickeln können. Aber auch zahlreiche Erkrankungsrisiken wie Übergewicht, Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie allergische Erkrankungen lassen sich durch mehr Bewegung direkt oder indirekt reduzieren. Gerade für diese Erkrankungen ist es kennzeichnend, dass sie vielfach langfristig fortbestehen, in der Häufigkeit bei Kindern eher zunehmen und wegen der eingeschränkten Möglichkeiten einer gezielten kausalen Therapie vor allem durch Prävention verhindert werden sollten.

Besonders Naturerfahrungsräume wie auch das Wohnumfeld von Schule und Zuhause fördern Kinder auf verschiedenen Ebenen und sind für ihre gesundheitliche Entwicklung wichtig (vgl. Naturerfahrungsräume und Kindergesundheit).

 

In unseren Projekten waren Spiel- und Bewegungsaktionen im Wohnumfeld ein wesentliches Element, Wohngebiet und Schule den Kindern als Lebensraum zu erschließen. Sie wurden einmal aus dem Schulunterricht heraus, dann auch als freiwillige Aktion an Nachmittagen durchgeführt. Entsprechende Einladungen wurden den Kindern in den Schulen in Göttingen (Beispiel 1) und München (Beispiel 2) mitgegeben.